Sonderprojekt mit Massenmedien

Wiener Bürgermeister bereit zu Moskaubesuch

Im Wiener Rathaus kam es zu einer Begegnung des Bürgermeisters der österreichischen Hauptstadt, Michael Häupl, mit Sergej Tscherjomin, Minister der Moskauer Stadtregierung und Leiter des Departements für internationale und Außenwirtschaftsbeziehungen (DIAW) der Stadt Moskau, im Rahmen des offiziellen Programms. Es entwickelte sich ein Austausch von Meinungen zu unterschiedlichsten Fragen der Kooperation der beiden Städte zum gegenseitigen Vorteil.

Der Minister sprach im Namen des OB der Stadt Moskau, Sergej Sobjanin, eine Einladung für Michael Häupl und seine Kollegen aus dem Wiener Rathaus zu einem Besuch der russischen Hauptstadt aus, speziell anlässlich des großen Weihnachtsmarktes «Reise in die Weihnachtszeit», wo Gäste aus verschiedenen Ländern und Städten zusammenkämen. Sergej Tscherjomin und Michael Häupl erinnerten an den Wiener Ball, der kürzlich in Moskau statt fand und auf dem der Leiter des DIAW den Vorschlag unterbreitete, in Moskau eine Veranstaltung „Tage der österreichischen Hauptstadt in Moskau“ als Antwort auf die Moskauer Tage in Wien zu zelebrieren. Michael Häupl unterstützte diesen Gedanken.

Tscherjomin merkte an, dass Österreich in Moskau traditionell Hochtechnologiezweige der Industrie repräsentiere, darunter im Werkzeugbau, in der bearbeitenden Industrie oder der Medizintechnik. «Das Gesamtvolumen der in Moskau akkumulierten ausländischen Investitionen beläuft sich auf über 260 Mrd. USD. Das Volumen der Nettoinvestitionen der Republik Österreich in der Moskauer Wirtschaft beträgt über 3,5 Mrd, USD. Österreich nimmt den vierten Platz unter den Ländern Europas bei dieser Kennziffer ein,» sagte der Minister der Moskauer Stadtregierung. «Kein österreichisches Unternehmen ist aus dem russischen Markt ausgestiegen, und ich rechne mit einer positiven Dynamik bei der Entwicklung der Partnerschaft zwischen Moskau und Wien», so Sergej Tscherjomin weiter.

Michael Häupl sprach über die Erfolge in der Entwicklung der russischen Hauptstadt. In dem Teil seiner Rede, in dem es über die Erweiterung der Stadt Moskau und die Entwicklung der neuen Territorien der russischen Hauptstadt ging, hob er hervor, dass es in Europa keine vergleichbaren Projekte oder Lösungen gäbe. «Es ist beeindruckend, dass die Stadt Moskau ihre Fläche derart stark erweitert, - sagte der Wiener BM. - Es ist anzumerken, dass die Besiedlungsdichte der Stadt Wien auch zunimmt: Jedes Jahr kommen 25 tausend neuer Einwohner hinzu. Die Größenordnungen jedoch, in der die Stadt Moskau zulegt, ist für uns Österreicher natürlich nicht zu vergleichen. Es lohnt schon, sich darüber Gedanken zu machen, und auch über das, was wir von unseren russischen Kollegen lernen können». «Nachdem der Touristenstrom längere Zeit rückläufig gewesen ist, rechnen wir nun damit, dass er sich wieder erholt», fügte Michael Häupl hinzu und ergänzte scherzend, dass die russischen Touristen mehr Geld ausgäben, als alle anderen Gäste der Stadt, was wiederum Anklang bei den Österreichern fände.

Michael Häupl überreichte Sergej Tscherjomin ein Bildnis, auf dem der Ritter dargestellt ist, der das Wiener Rathaus ziert. Der Moskauer Minister übergab ein Holzfass mit Honig und Wünschen für ein „süßes Leben“ in der österreichischen Hauptstadt. Wladimir Platonov, Präsident der Moskauer Handels- und Industriekammer, der an den Verhandlungen teilnahm, übergab historische Aufnahmen der berühmten Moskauer Petrovka-Straße.